Steve Mandanda – zu gut für Frankreichs Nr. 2?

Während Steve Mandanda in Frankreich eine feste Größe ist und als herausragender Torhüter gilt, kennen hierzulande nur wenige den Schlussmann von Olympique Marseille. Dies liegt zum einen daran, dass die Ligue 1 international zwar immer mehr Aufmerksamkeit bekommt, jedoch nach wie vor mit den großen vier Ligen bestehend aus England, Spanien, Italien und Deutschland kaum mithalten kann. Darüber hinaus wurde dem 30-Jährigen auch in der Nationalmannschaft meistens die Chance verwehrt, sich in den Vordergrund zu spielen.

Dabei gilt Mandanda bei Olympique Marseille aufgrund seiner außergewöhnlichen Paraden als absoluter Publikumsliebling. Der in Kinshasa im ehemaligen Zaire geborene Mann zog im Alter von zwei Jahren mit seinen Eltern in die Normandie nach Frankreich. Dort widmete er sich im jugendlichen Alter zunächst mit dem Boxsport, ehe er sich auf den Fußball konzentrierte. Schon schnell wurden seine für die Torhüterposition prädestinierten Anlagen deutlich. Der Rechtsfuß verfügt über eine überragende Reaktionsschnelligkeit, mit der er teilweise fast unhaltbare Bälle noch von der Linie gekratzt bekommt.

Nach seiner Ausbildung bei AC Le Havre wechselte Mandanda 2007 zunächst leihweise nach Marseille, wo er jedoch von der Verletzung des Stammkeepers Cedric Carrasso profitierte und schnell die Nummer Eins zwischen den Pfosten wurde. Anschließend verpflichtete Olympique den Spieler fest. In der Nationalmannschaft musste sich der Rechtsfuß jedoch immer wieder hinter Hugo Lloris anstellen, der mittlerweile Kapitän der französischen Auswahl ist. Dies wird sich aller Voraussicht nach auch bei der Europameisterschaft 2016 nicht ändern, da beide Torhüter derzeit starke Leistungen abrufen und der Nationaltrainer Didier Deschamps Lloris favorisiert.

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