Mesut Özil: Auf dem Weg zur Legende?

Mesut Özil wirkt neben dem Platz stets zurückhaltend und schüchtern. Auch vor dem Spiel hält er sich meist die Hände vor das Gesicht und betet. So verwundert es nicht, dass sich der gebürtige Gelsenkirchener im Jahr 2013, als er sich dem FC Arsenal anschloss, kaum zu diesem Wechsel äußerte. Stattdessen tat dies der Freund des Mittelfeldspielers Cristiano Ronaldo, der sich stinksauer über die Entscheidung der Vereinsführung zeigte, den Linksfuß für 47 Millionen Euro abzugeben und dank diesem Geld mit Gareth Bale einen weiteren Superstar zu verpflichten.

Auch wenn Ronaldo hier teilweise als Freund sprach, so dürfte er sich besonders darüber geärgert haben, dass sein kongenialer Partner in Reals Offensive ging. Özil war für den Superstar eine Torgarantie, indem er den Portugiesen stets mit Vorlagen fütterte. Für den deutschen Nationalspieler war dieses Veto von Ronaldo also ein großes Kompliment.

Aber auch beim FC Arsenal lief es für den Offensivakteur gut. Sogar so gut, dass Arsene Wenger alles daransetzen will, den 2018 auslaufenden Vertrag des 28-Jährigen langfristig zu verlängern. Geht es nach ihm, soll der Spieler so lange wie möglich dem englischen Topklub erhalten bleiben und zu einer echten Arsenal-Legende werden. Die nötigen Leistungen dafür liefert Özil zumindest konstant. In dieser Saison bringt er es bereits auf sieben Treffer und drei Vorlagen in wettbewerbsübergreifend 13 Spielen. Zuletzt rettete er seinem Team in der Champions League gegen Ludogorets Rasgrad durch ein sehenswertes Tor den Sieg. Bei dem 3:2-Treffer ließ er zunächst mit einem Heber den Torwart hinter sich, ehe er durch eine clevere Finte gleich zwei Verteidiger ins Leere grätschen ließ, um schließlich den Ball locker einzuschieben.

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