Keisuke Honda: Vom Star zum Bankdrücker

Für viele junge Japaner ist das große Ziel in der Profikarriere, nach Europa zu wechseln. Auch wenn die J-League bereits mehrmals versuchte mit großen Stars den Bekanntheitsgrad und die Qualität in der nationalen Liga zu steigern, gelang es nur sehr selten, Ausnahmetalenten den Weg nach Europa auszureden.

Ähnlich war es auch bei Keisuke Honda, der in der Gamba Jugend ausgebildet wurde und 2002 zu Seiryo HS wechselte, ehe es drei Jahre später zu Nagoya Grampus ging. 2008 hatte sich der junge Offensivspieler bereits einen Namen im eigenen Land gemacht und wechselte im Januar zum VVV-Venlo. In den Niederlanden überzeugte der Linksfuß mit starker Technik und einem präzisen Passspiel und empfahl sich sogar für die Nationalmannschaft. Im Juni desselben Jahres feierte der Spieler, der bereits 87 Mal für sein Land auflief, sein Debüt.

In den Niederlanden weiter gereift, verschlug es den Drahtzieher in der Offensive im Januar 2010 zu ZSKA Moskau, die im Gegenzug sechs Millionen Euro nach Venlo überwiesen. In seinen vier Jahren in Russland gelang es Honda den AC Mailand von sich zu überzeugen, die ihn 2014 nach Ablauf seines Vertrages dort zu sich lockten.

Nach einem guten Start in der Lombardei und einem Hype in Japan um den Offensivstar setzte jedoch bereits nach gut anderthalb Saisons Ernüchterung ein. Schon Ende 2015 wurde der 30-Jährige aufgrund mangelnder Spielpraxis mit einem Abgang in Verbindung gebracht. In dieser Saison stand Honda in der Serie A nur 95 Minuten auf dem Platz. Auch in der Nationalmannschaft ist der feine Techniker unter Trainer Vahid Halihodzic nicht mehr unumstritten. Ein Abgang vom AC steht fest, denn sein Vertrag läuft im Sommer aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.