Julian Brandt: Entscheidung für Bayern?

Rudi Völler wird im Transferfenster im kommenden Sommer wohl einige schwierige Abwägungen treffen müssen. Eine besonders schwierige Personalie dürfte wohl Julian Brandt sein. Das Ausnahmetalent von Bayer Leverkusen weckt in ganz Europa Begehrlichkeiten und wird dem Klub wohl nicht mehr lange erhalten bleiben. Berichte, die über eine Entscheidung des Spielers für den FC Bayern berichten, bestätigen diesen Eindruck nur noch.

Doch anders als beispielsweise im Fall Bernd Leno, der mit Real Madrid in Verbindung gebracht wird und im kommenden Sommer über eine Ausstiegsklausel im Vertrag verfügt, liegen bei Brandt die Zügel – zumindest in diesem Sommer – in Völlers Händen. Ab 2018 jedoch soll im Vertrag des Rechtsfußes ebenfalls eine Klausel greifen, die es dem Youngster erlauben soll, für nur 12,5 Millionen Euro den Verein zu wechseln. Die Leverkusener werden daher bei einem etwaigen Angebot für den Linksaußen abwägen müssen, ob sich ein Verkauf lohnt.

Aber in München dürfte man intern intensive Gespräche über die Personalie Brandt führen. Denn auch wenn die Situation auf den ersten Blick äußerst komfortabel für den Rekordmeister erscheint, wird auf den zweiten klar, dass man auch beim FCB in einem Dilemma steckt. Die Münchener suchen händeringend nach hochveranlagten Außenspielern, da die beiden Routiniers Arjen Robben und Franck Ribery häufig ausfallen und nur über Arbeitspapiere bis 2018 verfügen. Darüber hinaus konnten die beiden nominellen Nachfolger auf den Außen Douglas Costa und Kingsley Coman nicht vollends überzeugen. Eine Verpflichtung Brandts bereits in diesem Sommer würde den Kader nochmals deutlich verstärken. Fraglich dürfte nur sein, wie viel den Bayern diese Verstärkung ist. Bayer soll mindestens 30 Millionen Euro fordern, um den 20-Jährigen vorzeitig aus dem Vertrag loszueisen.

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